Ingolf über Ingolf

Ruhm

„Früher, als ich beim ZDF gearbeitet habe, war ich ein Frischling, und nur die Älteren haben geguckt. Jetzt ist es fast umgekehrt. Mich erkennen Leute auf der Straße, die damals, als ich anfing, vor zwölf, 13 Jahren, noch gar nicht gelebt haben. Das hat eine Qualität, die ich sehr genieße und die mir sehr viel Spaß macht.“ (Dirk Jasper Filmlexikon)

Aussehen

„Letzte Woche hat mir einer gesagt, ich hätte eine große Nase. Ich war vollkommen überrascht. Aber das war sicher nur Spaß.“ (SUBWAY)

„Wer die schönere Nase hat – Gottschalk oder ich? Wir nehmen uns da nicht viel. Insofern ist das eine sehr dankbare Parodie. Ich weiß auch, dass sie ihm sehr gut gefallen hat. Das ehrt mich, weil er früher zu meinen Vorbildern gehörte. Vielleicht ist meine Nase auch deswegen noch weiter gewachsen.“ (Dirk Jasper Filmlexikon)

„Silikonbrüste kommen für mich nicht in Frage“

„Ich war ein dickes Kind. Da hat man es dann natürlich nicht leicht, beim Fußball wurde ich immer, gemeinsam mit einem Kleinen in meiner Klasse, als letzter gewählt. Deshalb gibt es auch so viele kleine Männer in meinem Freundeskreis. Irgendwann wurde es mir zu viel, und ich habe dann wochenlang eine Heidelbeerjoghurt-Diät gemacht. Das hat geholfen, allerdings ist mein Verhältnis zu Heidelbeerjoghurt seitdem gestört.“ (SPIEGEL 23.01.01)

Hypochonder

„Ich gehöre zu den praktizierenden Pessimisten, die jedes Mal eine Krebs- und Herzinfarktdiagnose erwarten und dann froh sind, wenn eines von beiden nicht eintrifft. Nur beim Zahnarzt komme ich ohne Spritze aus.“ (SUBWAY)

„Sich dauernd Krankheiten einzubilden, ist wahrscheinlich eine Möglichkeit, gesund zu bleiben.“ (MOPO 15.08.98)

„Ich habe wegen meiner Pollenallergie noch niemals in einem Feld geknutscht. Können Sie sich das vorstellen?“ (Brigitte, Heft 16/99)

Comedy

„Nach wie vor gilt: Die Straße ist die beste Schule. Wer es schafft, an einem vorweihnachtlichen, verkaufsoffenen Samstagnachmittag in einer vollen Fußgängerzone die Menschen für zehn Minuten zum Stehen bleiben und Zugucken zu bewegen, der ist auch für ein großes Fernsehpublikum geeignet.“ (SUBWAY)

„Es gibt keinen Comedy-Boom, es hat immer Comedy gegeben: Leute wie Peter Frankenfeld, Rudi Carrell, Diether Krebs, Didi Hallervorden, Harald Juhnke, Grit Böttcher. Vielleicht hatten sie nur nicht diesen Stellenwert wie wir ihn heute kennen. Das lag vielleicht auch daran, dass ihre Comedy aus den Witzbüchern geschöpft hat.“ (Dirk Jasper Filmlexikon)

„Früher gab es das politisch fundierte Kabarett mit Dieter Hildebrandt. Dann die große Abendunterhaltung mit Rudi Carrell, dann Witzerzähler. Und heute gibt es den Begriff Comedy – da ist alles zusammen, alles ist in einem Programm möglich. Die Zuschauer haben heute viel mehr Informationen. Man kann ja nur einen Witz machen, wenn der Boden schon beackert ist. Wir sind Dienstleister, unsere Witze müssen verstanden werden. Das Publikum heute ist einfach polyglotter.“ (Dirk Jasper Filmlexikon)

Erste Jahre

„Mir fehlen die schlechten Hotels mit drei Leuten im Zimmer, die abends gleichzeitig ihre dampfenden Socken ausziehen. Mir fehlen die Aldi-Brötchen, die man am Veranstaltungsort bekommt, nicht mal mit Rama beschmiert. Mir fehlt der tägliche Grieche auf Tournee, weil der am längsten auf hat. Genau genommen fehlt mir nix.“ (SUBWAY)

„Ich war schon mal älter – mit 17. Da war ich ein ganz schwermütiger Zweifler. Jetzt bin ich 39 und immer noch ein Zweifler, nehm‘ das Leben aber nicht mehr so schwer. Diese Leichtigkeit des Clowns mußte ich mir allerdings hart erarbeiten.“ (TV Movie 25/97)

Träume

„Das einzige, was mich [mal wieder] interessieren würde, ist die intime Atmosphäre eines kleinen Theaters mit 150 Sitzplätzen. Da jeden Montag zu spielen…“ (SUBWAY)

„Mit 19 wäre es mein Traum gewesen, vier Jahre Schauspiel zu studieren und danach bis zur Rente Literatur zu spielen. Aber damals wollte mich keiner. Nun bin ich für den Romeo zu alt und für ‚Nathan der Weise‘ noch zu jung.“ (SPIEGEL 14.04.01)

„Mit 65 würde ich gern „Nathan den Weisen“ spielen – wenn ich mir dann noch Text merken kann. Mein Traum ist es, in einer mittelgroßen Stadt zu spielen und zur lokalen Prominenz zu gehören. In Bielefeld gab’s früher einen alten Schauspieler, den kannte in Köln schon keiner mehr, aber zu Hause grüßten ihn auf der Straße alle ganz ehrfürchtig. Das find‘ ich toll: in Würde altern.“ (TV Movie 25/97)

Selbstüberschätzung

„Eindeutig beeinflusst hat mich in den Achtzigern Prof. Brinkmann, weil der Schauspieler Wussow behauptet hat, er könne nach den vielen Jahren in der Schwarzwaldklinik eine Blinddarmoperation vornehmen. Auch für mich sind nach den Folgen „Doc“ kleinere Eingriffe wie eine Fettabsaugung oder Lidstraffung kein Problem.“ (SUBWAY)