Irgendwann in 2002. Die Kölner Autorin Kathrin Fischer wagt sich mutig auf fremdes Terrain und schreibt die Texte zum Hörbuch „Was Männer wirklich antörnt“. Ingolf tut seinerseits, was ihn vom Anfang seiner Karriere an auszeichnet: er begibt sich ebenfalls auf Neuland, und zwar berufliches: ein Hörbuch hat er noch nie eingesprochen, und genau das entsteht 2002 aus den Texten von Kathrin Fischer. In der Sprecherkabine an seiner Seite: Ex-GZSZ-Star Tokessa Möller-Martinius. Zusammen „erörtern“ die beiden in siebzig höchst kurzweiligen Minuten, was Frau denn nun anstellen kann mit „diesem Knüppel, über den Männer ständig stolpern“.

Im Gespräch mit der Münchner Abendzeitung spielt Ingolf sein persönliches Interesse am Thema zunächst herunter, indem er darauf verweist, er sei auf der CD doch nur der Märchenonkel: Der LIDO-Hörbuchverlag habe ihm mit der Sprecherrolle in dieser Produktion vor allem die Möglichkeit gegeben, professionelles Neuland zu betreten. Auch müssen die ersten Leseproben den routinierten Fernsehstar sehr gefordert haben, Ingolf erzählt: „Mir hat es bei jeder neuen Textseite die Schamesröte ins Gesicht getrieben.“ Dann allerdings war passiert, was seit eh und je passiert, wenn Ingolf etwas tut, was er nie zuvor getan hat: er hatte sich eingefunden, er sagt: „Dann habe ich aber eine Menge gelernt und“, fügt er augenzwinkernd hinzu, „auch ’nachgeguckt‘ ob mir gefällt, was wir da vorschlagen.“

Und von da an hatten Tokessa und Ingolf richtig Spaß am Einsprechen der Texte um Fragen bezüglich „guter Gegenden für das Küssen“, die tiefenpsychologischen Hintergründe der Hündchenstellung oder etwa der „Architektur der männlichen Glocken“. Ingolfs Fazit zum Hörbuch: „Ich hab‘ lange überlegt, wie sag ich’s meiner Freundin. Jetzt hab‘ ich die adäquate Form gefunden: Dieses Hörbuch legen jeder Mann und jede Frau sich auf den Nachttisch…“

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