• Komödie von Matthieu Delaporte & Alexandre de la Patellière
  • Deutsch von Georg Holzer
  • Regie: Jürgen Wölffer
  • mit Ingolf Lück, René Steinke und Saskia Valencia
  • Premiere am 27. Mai 2016
  • Laufzeit: 25 Mai bis 17. Juli 2016

Pierre berichtet seiner Frau Clotilde von der Methode eines Bekannten, Abschiedsdinner für unliebsam gewordene Freunde zu geben. Die Idee, auf diese Weise alte Freundschaften zu beenden, die mehr eine Verpflichtung als ein Vergnügen geworden sind, überzeugt das Paar. Sie beschließen, es zu versuchen und wählen als erstes Bea und Antoine. Deren Lieblingsessen, die Musik, der Wein: alles steht bereit für den letzten gemeinsamen Abend. Doch Antoine kommt allein. Gewohnt egozentrisch erzählt er von seinem eben verstorbenen Analytiker, dem Plan, ein Kind zu adoptieren, und der Beziehung zu seiner Frau. Während seines Monologes kommt er unvermittelt auf die Methode der Abschiedsdinner zu sprechen. Er selbst findet die Idee abscheulich und vor allem feige. Pierre und Clotilde versuchen verzweifelt sich nichts anmerken zu lassen, doch zu spät – Antoine entlarvt sie. Nach dem ersten Schock möchte er dennoch die Freundschaft retten und schlägt vor, eine Art Therapiestunde abzuhalten. Was folgt, ist ein genialer Schlagabtausch der beiden Freunde, die alles aus dem Nähkästchen holen, was sie sich in den langen Jahren ihrer Freundschaft nie gesagt haben.

Das Autorengespann Delaporte und de la Patellière beleuchtet in dieser wundervollen Komödie die unterschiedlichen Seiten der in Mode gekommenen Freundschaftsoptimierung. Wie schon in „Der Vorname“ decken die beiden Autoren mit viel Sprachwitz und Feingefühl die unter der Oberfläche brodelnden Befindlichkeiten auf und zeigen einmal mehr, dass Eigenart das Salz in der Suppe der zwischenmenschlichen Beziehungen ist.

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