Das legendäre Knetgummi-Video der „Aardman Animation Studios“ in Bristol zu „Sledgehammer“ von Peter Gabriel kam erst 1986 heraus, das hat Ingolf nicht mehr anmoderiert, denn er hatte die Clip-Show „Formel Eins“ gerade an Steffi Tücking übergeben. Vierzehn Jahre später gibt es dann allerdings ein Zusammentreffen von „Aardman“ und Ingolf Lück: Im Jahr 2000 präsentieren die Knetgummi-Animateure Peter Lord und Nick Park nach den oscarprämierten Kurzfilm-Erfolgen um „Wallace & Gromit“ mit „Chicken Run“ ihren ersten abendfüllenden Kult-Spielfilm.

 

„Chicken Run“ – in der Basis eine Parodie des Steve-McQueen-Klassikers „Gesprengte Ketten“ – beweist, dass selbst ein Huhn ein Held sein kann. Das Huhn heißt Ginger, und ist mit ihren Mithennen gefangen auf einer Hühnerfarm. Die Losung des Federviehs ist hart: Eier legen oder ab in die Suppe. Die Rettung naht in Form eines Hahns namens Rocky. Und der wird gesprochen von Ingolf Lück, der nicht hinter seiner starken Vorlage zurücksteht – im Original gibt Mel Gibson den Super-Gockel.

 

 

Ingolf parodiert sich mit seiner Stimme souverän durch das Genre der Actionhelden. Man versteht, warum die Lieblingsszene der Berliner Zeitung die ist in der Rocky in seiner ersten Nacht auf der Hühnerfarm fragt, wo er sich Schlafen legen kann. Alle Hühner kreischen: „Hier!“ Ingolf beweist spielerisch, dass die Figuren von Animationsfilmen von der richtigen Stimme leben. So gibt Ingolf dem Film, was Rocky den Hennen verschafft um über den Zaun zu fliegen: Mehr Schub!

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