ENA| 13.09.2012 | Von Winfried Laube.
Ingolf Lück spielt in der Komödie am Kurfürstendamm

Berlin.

Slapstick satt, ironische Nostalgie und tonnenweise Ideen – so originell war Krimikomödie lange nicht mehr, schwärmte das Stadtmagazin ZITTY nach der Premiere von Die 39 Stufen. Ein tolles Stück! Besonders das subtile Spiel mit dem Bühnenbild war klasse!

Die rasante Komödie läuft schon seit sechs Jahren mit großem Erfolg im Londoner Westend und wurde auch am New Yorker Broadway gezeigt. Vom 28. Oktober bis 02. Dezember 2012 steht Ingolf Lücks überzeugende Inszenierung noch einmal auf dem Spielplan der Komödie am Kurfürstendamm. Lück, der auch selbst auf der Bühne steht, setzt auf den Witz der Beschränkung und irres Tempo. Herausgekommen ist eine rabenschwarze und ironische Komödie mit einem guten Schuss Monty Python – deren Personal, das aus unzähligen Rollen besteht, von vier Darstellern gespielt wird.

Es geht um einen zu Unrecht Verfolgten, der sich auf eine irrwitzige Reise mit Zügen, Autos und zu Fuß von London durch die schottischen Highlands begibt, um am Schluss wieder am Ausgangsort – in einer Londoner Westend-Show – anzukommen. Ingolf Lück beschreibt die Handlung so: „Liebe, Intrige, Kampf, Eifersucht, Mord, Fluchtsequenzen über die Forth Bridge, Stunts aus fahrenden Zügen, Verfolgungsjagden per Auto und Hubschrauber, Showdown im schottischen Hochmoor, und das Finale im Londoner Palladium. Wir lassen nichts aus.“ Lück spielt in „Die 39 Stufen“ den zu Unrecht verfolgten Mr. Hannay.

Lücks Inszenierung lebt davon, dass mit minimalen Mitteln spektakuläre Effekte erzeugt werden: Stühle werden zum Flucht-Auto umfunktioniert, Leitern werden zu Brücken, Koffer zum Dach eines Schnellzuges. Ständig werden Kostüme und Requisiten gewechselt, manchmal so blitzartig, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, die Darsteller seien Zirkus-Artisten.

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