„Best of Formel Eins“-Host Thomas Anders präsentiert in einer 90- minütigen Primetime-Show einige der beliebtesten Hits der 80er Jahre. Mit dabei sind natürlich die vier ehemaligen „Formel Eins“- Moderatoren Peter Illmann, Ingolf Lück, Stefanie Tücking und Kai Böcking. In der Original-„Schrottplatz“-Kulisse der Kultmusiksendung werden nicht nur die kultigsten Videoclips der 80er Jahre gezeigt, sondern hochkarätige Künstler treten live on Stage auf – u.a. darf man sich auf diese Top-Acts freuen:

Paul Young

Der am 17. Januar 1956 im britischen Luton geborene Paul Antony Young, gilt als der erfolgreichste englische Sänger des Jahres 1985. Erste musikalische Gehversuche machte er in der Gruppe „Streetband“, die 1979 zwei LPs hervorbrachte, sich aber im selben Jahr noch trennte. Mit den „Q-Tips“ fand er eine neue Gruppe, die vor allem Dance, Funk und Rock spielte und aus der Young mit seiner markant soligen Stimme herausstach. Vier Jahre später geht Pauls Stern am Pophimmel auf: 1983 coverte er als Solist den Marvin Gaye Soul Klassiker „Wherever I lay my Hat (that’s my Home)“ und landet damit in England einen wochenlangen Nummer Eins-Hit. Diesen Erfolg führte er mit „Come back and stay“ diesseits und jenseits des Atlantiks fort.

Peter Schilling

„Völlig losgelöst“ nahm der gebürtige Stuttgarter Peter Schilling ab 1983 die europäischen Charts im Sturm. Obwohl er sich anfangs erst entscheiden musste, ob er eine Karriere als Fußballprofi oder Sänger bzw. Songschreiber einschlagen will, wurden Österreich, die Schweiz, die Niederlande, England und natürlich Deutschland von seinem Hit „Major Tom“ geradezu überrollt. Sieben Wochen lang schwebte das Raumschiff schwerelos auf Platz 1 der deutschen Charts. Es schaffte sogar den Sprung in die amerikanischen Top Ten der Billboard Charts, was nur wenigen deutschsprachigen Künstlern je gelang. Mit „Die Wüste lebt“ und „Terra Titanic“ kann Schilling in den Jahren 1983/1984 zwei weitere Hits für sich verbuchen, die ebenfalls die Top Ten stürmen und inzwischen zu Klassikern geworden sind.

The Nits

„Wir spielen jetzt ein sehr altes, traditionelles holländisches Volkslied, über unsere berühmten Berge …“ Mit diesen Worten leitet Sänger Henk Hofstede von „The Nits“ gern die Nummer ein, die seiner Band hierzulande ihren größten Erfolg beschert hat. Das niederländische Quartett hat 1987 mit „In the Dutch Mountains“ so einige Touristen in die Irre geführt … und wird es auch bei „Best of Formel Eins“ wieder tun. Die „Läuse-Eier“ (so die deutsche Übersetzung des Bandnamens) wurde 1974 von Henk Hofstede und Alex Roelofs gegründet

Münchner Freiheit

Sänger und Komponist Stefan Zauner gründete 1981 mit Aron Strobel, Rennie Hatzke, Michael Kunzi und Alexander Grünwald die „Münchner Freiheit“. Mit flotten Hits und ruhigeren Balladen gelang dem Schwabinger Quintett eine beachtliche Reihe von Hits – und der Durchbruch zur erfolgreichsten deutschen Formation der 80er und 90er Jahre. 1985 befreite die „Münchner Freiheit“ das deutsche Publikum mit ihrem Ohrwurm „Ohne Dich (schlaf ich heut nacht nicht ein …)“ von der Pop-Inflation und legte sich selbst damit den Grundstein für eine millionenschwere Karriere: mit mehrfach Gold (u.a. die „Goldene Stimmgabel“) und einem Dauerplatz in den Hitparaden. Fünf ihrer Titel hielten sich insgesamt 42 Wochen lang in den Top 20 der deutschen Charts, der Hit „Ohne Dich“, den sie bei „Best of Formel Eins – Die Show“ singen werden, allein 12 Wochen.

Anne Clark

Seit ihrem Debüt mit „The Sitting Room“ (1982) gilt Anne Clark als Speerspitze der Fusion aus Pop, Poetry, Elektronik und Avantgarde mit einem Faible für Poesie, für Musik und für den neuesten Trend. Bis heute hat die am 14. Mai 1960 in London Geborene, die sich im Februar 1981 im Vorprogramm von „Depeche Mode“ erstmals in die Öffentlichkeit wagte, ihren Stellenwert als kultigste Künstlerin der Elektro-Szene behalten. 1983 landete sie mit „Sleeper in Metropolis“ und 1984 mit „Our Darkness“ in den Charts. Seitdem war Anne Clark mit jeder weiteren Veröffentlichung in den Hitlisten zu finden, „obwohl ich dort“, wie sie in einem Interview anmerkte, „eigentlich nicht hingehöre. Ich mache sehr intimes, sperriges Zeug. Das ist nicht unbedingt das Futter für die Massen.“ Auf der Bühne wird sie den Massen bei „Best of Formel Eins – Die Show“ ihren Hit „Our Darkness“ vorstellen, mit dem sie auch 1997 noch einmal groß heraus kam.

Scorpions

Die deutsche Erfolgsband „Scorpions“ wurde bereits in den 60er Jahren von Rudolf Schenker gegründet. Nach mehreren Wechseln kam es 1978 zur ersten langjährig konstanten Besetzung: Matthias Jabs, Francis Buchholz und Hermann Rarebell ergänzten Rudolf Schencker und Klaus Meine zu der Formation, die es in den folgenden 15 Jahren zu einer der erfolgreichsten Hard Rock-Bands der Welt brachte. Vier ihrer Titel beherrschten insgesamt 50 Wochen lang die Top 20 der deutschen Charts: „Still loving you“ stieg am 6. Dezember 1984 in die Hitlisten ein und hielt sich vier Wochen lang unter den ersten 20 Plätzen. Mit „Wind of Change“ schlugen die „Scorpions“ 1991 allerdings sämtliche Rekorde: In insgesamt 11 Ländern belegte der Song mit dem gepfiffenen Intro den Spitzenplatz der Hitlisten. 31 Wochen lang in Folge war er in den deutschen Top 20 – und ist damit der unangefochtene Sieger der ewigen Top 500 in den deutschen Charts der Jahre 1980 bis 2000 … Bei „Best of Formel Eins – Die Show“ werden die „Scorpions“ ihre Hardrock-Hymne „Rock you like a Hurricane“ präsentieren, mit der sie bereits bei „Formel Eins“ aufgetreten sind.

Richard Sanderson

Er hatte nur ein einziges Mal einen Hit – und den in Deutschland: In der Kinokomödie „La Boum“ (1980) war Richard Sanderson mit „Reality“ zu hören. Dieses Liedchen flutschte direkt in die kleinen Herzchen der Teenies, kam 1982 in Deutschland in die Top 20 und wurde in insgesamt 15 Ländern ein Nummer 1-Hit. 1987, als „La Boum“ im deutschen Fernsehen wiederholt wurde, tummelte sich „Reality“ noch einmal ein Vierteljahr in den deutschen Charts – allein vier Wochen lang auf Platz 1. Das blieb aber auch der einzige Erfolg von Richard Sanderson …

Londonbeat

Einen guten Riecher bewies Dave Stewart, die männliche Hälfte des Popduos Eurythmics, als er 1988 die vier Herren Jimmy Chambers, Jimmy Helms, George Chandler und William Henshall auf seinem Anxious-Label unter Vertrag nahm. Bereits 1990 schaffte es das Quartett unter dem Bandnamen „Londonbeat“ mit ihrem ersten Hit „I’ve been thinking about you“ weltweit an die Spitze der Charts. Bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1995 veröffentlichte „Londonbeat“ zwei weitere Top-Hits: „A better Love“ und „You bring on the Sun“ wurden Anfang der 90er Jahre in jeder Disco weltweit gespielt. 2003 erschien Londonbeat in neuer Besetzung – Gründungsmitglieder Jimmy Helms und Jimmy Chandler engagierten Myles Kayne und den Düsseldorfer Marc Goldschmitz – wieder auf der Bildfläche. Der Titel ihres Albums „Back In The Hi-Life“ deutet an, wo sich Londonbeat am liebsten wieder sehen würde: an der Spitze …

Howard Jones

Der am 23. Februar 1955 in Southampton, England, geborene Howard Jones begann ein klassisches Piano-Studium und kam per Zufall auf die Idee, zwei Synthesizer miteinander zu kombinieren. Er erkannte schnell die Chance, die in der neuen Technologie steckte (Musik unabhängig von einer Band zu produzieren und aufzuführen), und begann Anfang der 80er Jahre, in kleinen Bars und Kneipen aufzutreten. Im Oktober 1983 erschien seine erste Single „New Song“, stieg sofort in die britischen Charts ein und kletterte bis auf Platz drei. Howard wurde für ein talentiertes One Hit-Wonder gehalten, aber im Januar 1984 sollte ihm ein noch größerer Wurf gelingen: „What is Love“ schafft es bis auf Platz zwei der britischen Charts. Kreuz und quer durch Europa lief der Song im Radio rauf und runter …

Sam Brown

Die britische Rockröhre Sam Brown (geboren am 07.10.1964 in Stratford) ist eine der faszinierendsten und außergewöhnlichsten Sängerinnen, die das Musikgeschäft zu bieten hat. Mit „Stop“ stellt sie bei „Best of Formel Eins – Die Show“ ihren weltweiten Millionenhit aus den 80er Jahren vor, der sich allein in Deutschland 11 Wochen lang in den Top 20 der Charts hielt. Brown veröffentlichte mehrere Soloalben, und beteiligte sich aber auch an hochkarätigen Gemeinschaftsprojekten, u.a. mit George Harrison und Pink Floyd.

Kajagoogoo

Der als Chris Hamill geborene Limahl verließ bereits 1976 mit 18 Jahren seine Heimatstadt Wigan, Lancashire, um in London Musiker zu werden. 1980 veröffentlichte er noch unter seinem bürgerlichen Namen seine erste Single „It’s Christmas“ bevor er als Leadsänger der Band „Kajagoogoo“ zum Teenie-Star avancierte. 1982 feierte die 80er-Kultband mit „Too shy“ den größten Erfolg in der Bandgeschichte: Der weltweite Nummer 1-Hit verkaufte sich über vier Millionen Mal. Nach der Trennung von „Kajagoogoo“ aufgrund von Meinungsverschiedenheiten im Jahr 1983 veröffentlichte Limahl als Solokünstler die Single „Only For Love“ und produzierte bereits ein Jahr später mit „Never Ending Story“, der Titelmusik zu „Die unendliche Geschichte“ (1984), seine erfolgreichste Single. 1985 versuchte sich Limahl – der auch als Produzent Musikern wie Kim Wilde zu Ruhm und Erfolg verhalf – auch als Schauspieler: In der deutschen Produktion „Der Formel Eins Film“ (1985) verkörperte er sich selbst …

ABC

Die Gruppe ABC wurde 1980 in der englischen Stahlstadt Sheffield von Sänger Martin Fry und dem Gitarristen Mark White gegründet. Dieses Duo bestimmte in den folgenden Jahren Sound und Stil der gesamten Band. Wie kaum eine andere hat diese Band den Britpop- Synthie-Sound der 80er und 90er Jahre nachhaltig geprägt und beeinflusst. Ihre Bandbreite reicht dabei von groovigen Uptempo- Tunes bis zu romantisch und stilvoll arrangierten Pop-Balladen. Mit ihrer erfolgreichsten Single „The Look of Love“ (aus dem Album „The Lexicon of Love“, 1982) feierte ABC weltweiten Erfolg. Martin Fry (am 09.03.1958 in Manchester geboren), der Kopf des populären Duos, wird diesen Song bei „Best of Formel Eins – Die Show“ live auf der Bühne singen.

Produktionsinfos

„Best of Formel Eins – Die Show“ ist eine Koproduktion von „Entertainment Factory“ und „Bavaria Entertainment“ im Auftrag von Kabel 1 und wird unter der Regie von Pit Weyrich am 21. April 2004 in den Bavaria Studios, Unterföhring, aufgezeichnet.

Kabel 1 | 19.05.2004 | 20:15 Uhr

Moderatoren: Thomas Anders, Peter Illmann, Ingolf Lück, Stefanie Tücking und Kai Böcking

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